Goraieb
Versuchstechnik
Die GVT GmbH und Co. KG (Goraieb-Versuchstechnik) stellt die technische Seite als User Facility dar. Hier wird der Prototypen- und Pilot-Anlagenbau realisiert. Unsere Botschaft: „Wir betreiben User Facilities für Beryllium und den Brutstoff Lithiumkeramik”.
Prototypen und Pilot-Anlagenbau
Goraieb Versuchstechnik (GVT) hat über 33 Jahre Erfahrung in der Handhabung von Beryllium und dem Tritium-Brutstoff Lithiumkeramik. Gemeinsame F&E Projekte haben zu einer erfolgreichen Kooperation mit dem KIT geführt und gemeinsam entstand ein Spin-In. Diese neue Form der PPP stellt eine privat organisierte Infrastruktur auf dem Campus, in unserem Fall in Form einer GmbH und Komplementärin der GVT.
Im Tandem mit der KBHF GmbH bestand Ihre Aufgabe in der Skalierung von Prozessen und dem Betrieb von Pilotanlagen zur Herstellung von Berylliumlegierungen und Lithiumkeramiken. Mit Übergabe der Anlagen an das KIT 2026 wird sie neu entstehen, möglicherweise in einer anderen Rechtsform.
„Der Mensch versucht seit Jahrzehnten, die Sonne nachzubauen. Die Machbarkeit wurde bereits vielfach demonstriert. Wir bei der GVT sind hoch engagiert und gleichzeitig demütig bei der Sache – wir freuen uns, wenn wir kleine Partikel zum großen MANKINDPROJEKT beitragen können.“
Aniceto Goraieb
Senior FUSION Consultant
Lab scale to pilot production
Entwicklung
Um mit anspruchsvollem Material wie Beryllium arbeiten zu können, wurde auf dem Campus des damaligen Forschungszentrums Karlsruhe (heute KIT Campus Nord) ein modernes Labor eingerichtet. Anfang der 90er Jahre wurde dort die Firma Goraieb Versuchstechnik (GVT) gegründet.
Die stetig wachsende Infrastruktur machte 2009 eine Trennung in – wie wir es nennen – „Raumschiff und Mannschaft“ notwendig. Deshalb wurde 2009 die KBHF GmbH (Karlsruhe Beryllium Handling Facility) mit Unterstützung des KIT ins Leben gerufen. Die GVT stellte die Infrastruktur (das Raumschiff). Die Experten und Wissensträger (die Mannschaft) stammten von der KBHF.
Im Zuge dieser Entwicklung trat die GVT GmbH & Co. KG die Rechtsnachfolge von Goraieb Versuchstechnik an, die KBHF war die Komplementär-GmbH.
Entwicklung in den vergangenen zwei Jahrzehnten
Seit Anfang 2000 war die GVT außerdem maßgeblich an der Entwicklung von Materialien für den Einsatz in Fusionsreaktoren (wie zum Beispiel ITER) beteiligt.
Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten beziehen sich vor allem auf Beryllium, Berylliumlegierungen und Keramiken auf Lithiumbasis.
Das Ziel, Herstellungsverfahren für Kugeln aus diesen Materialien zu entwickeln und Prototypen-Anlagen für Labormengen zu entwerfen wurde Anfang 2026 erreicht.